Entscheidend ist der Datenfluss
Ein Produkt für alle Fälle: Mit dem Umstieg auf die Gesamtlösung rmDATA Geomatik hat die Stadt St. Gallen ihren Vermessungs-Workflow verbessert.
Die Dienststelle Geomatik und Vermessung der Stadt St. Gallen ist zuständig für die Nachführung der amtlichen Vermessung im gesamten Stadtgebiet, zusätzlich führt sie Bauvermessungen und und Spezialvermessungen aus. Mit dem Umstieg auf rmDATA Geomatik hat Stadtgeometer Stephan Horat den kompletten Workflow von der Punktberechnung über die Ausgleichungsrechnung bis zu CAD-Aufgaben in einem einzigen Produkt gebündelt.
Gesamtes Vermessungsspektrum
Stephan Horat leitet die Dienststelle Geomatik und Vermessung der Stadt St. Gallen, die sich in die Abteilungen Geoinformatik und Vermessung gliedert. Die Abteilung Vermessung übernimmt die amtliche Vermessung ebenso, wie Bauvermessungen der Stadt: Schnurgerüste, Visierkontrollen, Absteckungen, Überwachungsmessungen, digitale Geländemodelle – und, als St. Galler Spezialfall, die Niveaupunktberechnung, bei der aus dem ursprünglichen Gelände die Höhe des Schwerpunktes eines neuen Gebäudes bestimmt wird, um die Höhenvorgaben der Bauverordnung einzuhalten. Dies führt die Dienststelle als Kontrollorgan der Stadt für jedes Neu- und Anbauprojekt für das Amt für Baubewilligung (ABB) durch.
Für all das war das Team bislang auf mehrere getrennte rmDATA-Produkte angewiesen: rmGEO, rmNETZ und rmDATA GeoMapper, was auch bedeutete, zwischen den Produkten und Arbeitsschritten zu wechseln. Parallel dazu lief noch AutoCAD Map für CAD-Arbeiten mit. „Das war vor allem der Hauptgrund, warum ein Umstieg für uns von Vorteil war“, blickt Horat zurück und meint damit die eingesparten Lizenzkosten.
Ein zentrales Werkzeug, anstatt vieler Tools
Ziel des Umstiegs war ein durchgängiger Datenfluss: Die im Feld erhobenen Daten – etwa aus den Leica- oder von Happy Survey-Geräten – sollten direkt in ein zentrales Programm fließen, von dem aus sie weiterverteilt werden können, statt über mehrere Insellösungen zu laufen. „Wir wollen ja auch nicht tausend Produkte einsetzen“, bringt Horat es auf den Punkt. Dabei ist der direkte Zugriff auf Cloud-Plattformen in der September-Release von rmDATA Geomatik ein echter Benefit.
Dazu kamen konkrete Anforderungen an die neue Lösung: eine einfache, transparente Lizenzverwaltung, die Möglichkeit, auf verschiedenen Geräten und auch ganz ohne Internetverbindung zu arbeiten – wichtig für den Außendienst und Homeoffice. Nicht zuletzt funktionieren Software-Updates jetzt auch in der geschützten IT-Umgebung der Stadtverwaltung ohne großen internen Administrationsaufwand – „mit einem Klick, einwandfrei“, wie Horat betont.
„Durch den Wechsel auf rmDATA Geomatik haben wir immer alles zur Verfügung, eine zusätzliche CAD-Software ist nicht mehr nötig, und dank Offline-Fähigkeit von bis zu zehn Tagen lässt sich die Software flexibel im Feld wie im Homeoffice nutzen. Die Updates laufen dank signierter Softwarepakete nun reibungslos in der geschützten IT-Umgebung der Stadt."
„Einfallstor für alle Messungen“
Punktberechnung, Ausgleichungsrechnung und CAD-Arbeiten laufen nun mit rmDATA Geomatik in einem einzigen Produkt zusammen, sodass das Wechseln zwischen GeoMapper und rmGEO oder rmNETZ entfällt. Die Datenbanken aus dem Feld – von Leica-Geräten wie auch von Happy Survey – lassen sich direkt einlesen: rmDATA Geomatik ist damit, wie Horat es beschreibt, „das Einfallstor für Messungen“, von dem alle weiteren Arbeitsschritte ausgehen.
Bauvermessungen wickelt die Stadt heute vollständig über rmDATA Geomatik ab. Für die Niveaupunktberechnung entwickelte rmDATA gemeinsam mit der Stadt sogar ein eigenes Skript, mit dem sich der Gebäudeschwerpunkt automatisch ermitteln lässt. Weil DXF und DWG so gut integriert sind, konnte die Stadt zudem auf die parallele AutoCAD-Map-Lizenz verzichten.
Leuchtturmprojekt: Rutschhang
Wie tief die Software im Arbeitsalltag verankert ist, zeigte sich an einem Leuchtturmprojekt: In einem Quartier, das sich durch ein Rutschgebiet über Jahrzehnte um 15 bis 20 Zentimeter in Richtung Autobahn verschoben hatte, baute Horat ein komplett neues Fixpunktnetz auf – begonnen in rmNETZ, fertiggestellt in rmDATA Geomatik. Sämtliche Grenzpunkte wurden neu aufgenommen, die Höhen über ein Nivellement neu bestimmt und der Nivellement-Ausgleich ebenfalls in rmDATA Geomatik gerechnet. Am Ende verglich er die alten und neuen Punktlagen, stellte die Vektoren dar und dokumentierte alles für den Kanton als Aufsichtsbehörde. „Einmal ein Beispiel dafür, dass ein Geometer nicht nur seine Unterschrift zur Verfügung stellt, sondern das Handwerk auch wirklich noch selbst einsetzen kann“, meint Horat etwas schmunzelnd über das Projekt, das er als operativen Einsatz persönlich von A bis Z im Büro durchführte und auch bei den Feldarbeiten aktiv mithalf.
Positive Effekte
Der entscheidende Punkt ist der Wegfall des ständigen Produktwechsels und die Optimierung der Abläufe in der Abteilung: „Wir haben eigentlich immer alles zur Verfügung“, fasst Horat zusammen. Eine zusätzliche, teure CAD-Software ist nicht mehr nötig, die Lizenzverwaltung ist übersichtlich, und dank Offline-Fähigkeit von bis zu zehn Tagen lässt sich die Software flexibel auf verschiedenen Geräten nutzen – im Feld ebenso wie im Homeoffice.
Auch das leidige Update-Thema ist gelöst: Weil die Softwarepakete entsprechend signiert sind, laufen Updates jetzt reibungslos selbst in der geschützten IT-Umgebung der Stadt, ganz ohne den früheren Aufwand fürs Paketieren. Konkrete Kennzahlen zur Zeitersparnis kann Horat zwar nicht liefern – „es fühlt sich effizienter an, weil man in einem Produkt arbeitet“ –, beim ersten Umstieg brauchte das Team zwar noch etwas länger, weil man sich in gewohnten Abläufen neu zurechtfinden musste, wie er einräumt.
Positive Zusammenarbeit
Auch hinsichtlich Zusammenarbeit mit rmDATA zieht Horat ein positives Fazit: „Was ich vor allem schätze, ist der persönliche Kontakt, das Umsetzen von Kundenwünschen, aber auch das Eingehen auf individuelle Herausforderungen. Ich müsste wirklich lange überlegen, um etwas Negatives sagen zu können.“ Mit dem neu gewonnenen Spielraum zieht St. Gallen bereits das nächste Vorhaben in Betracht: die Dokumentation von rund 600 städtischen Gebäuden per Laserscanning – ein Projekt, für das Horat die Auswerte-Software rmDATA Reality3D im Blick behält.
Bilder links: Impressionen der Altstadt von St. Gallen. Fotos © Karl Pongratz
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Über RISTAG Ingenieure AG
Die RISTAG Ingenieure AG ist ein etabliertes Schweizer Ingenieur- und Vermessungsbüro mit Leistungsschwerpunkten in Geomatik, amtlicher Vermessung, Geoinformation und Bauingenieurwesen. Das Unternehmen begleitet öffentliche Auftraggeber, Unternehmen und Private bei komplexen Bau- und Infrastrukturprojekten.
Dank der interdisziplinären Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen sowie dem innovativen Ansatz der qualifizierten Mitarbeitenden entwickeln das Ingenieur-Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Bauprojekte.




