
Editorial: Virtuelle versus digitale Zwillinge
In der rasch voranschreitenden Digitalisierung begegnen wir immer häufiger den Begriffen „virtuelle Zwillinge” und „digitale Zwillinge”. Auch wir bei rmDATA beschäftigen uns in unseren Produkten mit diesen Konzepten.
Ein virtueller Zwilling ist ein detailliertes digitales Abbild der realen Welt. Im einfachsten Fall zusammengeführte Punktwolken aus Laserscannern oder digitalen Bildern. Es ist eine statische, vierdimensionale, digitale Darstellung eines physischen Objekts, sei es ein Gebäude oder gar eine ganze Stadt. Virtuelle Zwillinge werden erstellt (z. B. mit rmDATA 3DWorx), um Situationen zu visualisieren sowie Analysen und Modellierungen durchzuführen. Sie sind ein mächtiges Werkzeug für Designer und Ingenieure, um ein besseres Verständnis zum Objekt zu entwickeln und Fehler in der Planung zu minimieren.
Digitale Zwillinge hingegen gehen weit über die statische Darstellung hinaus. Sie sind „lebendige”, sich ständig aktualisierende digitale Abbilder von realen Objekten oder Systemen. Diese „Zwillinge” sind mit Sensoren verbunden und sammeln kontinuierlich Echtzeitdaten aus der physischen Welt. Diese Daten werden analysiert, um den Zustand, die Leistung und andere wichtige Parameter von realen Objekten oder Systemen zu verstehen. Digitale Zwillinge ermöglichen es, Objekte oder Systeme in Echtzeit zu überwachen, Vorhersagen zu treffen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Dieser Ansatz wird auch das Infrastrukturmanagement revolutionieren (z. B. mit rmDATA Smart Infra).
Der entscheidende Unterschied liegt also darin, dass virtuelle Zwillinge uns helfen, digitale Abbilder zu visualisieren, während digitale Zwillinge uns helfen, die physische Welt besser zu verstehen und zu optimieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Jürgen Beiglböck, Geschäftsführer rmDATA

