Vom Ruhrpott zur Tourismusregion
Für das hunderte Kilometer lange Radwegenetz durch die Metropolregion Ruhr werden alte Bahntrassen vermessen und umfunktioniert.
Das Vermessungsteam des RVR.
Die ehemaligen Halden wurden oder werden entweder zur Freizeitnutzung, zu Landschaftsbauwerken sowie zu Naherholungszielen umgestaltet.
Bei den Halden sind regelmäßige
Setzungsmessungen vorgesehen
Der Regionalverband Ruhr erstellt mit Hilfe von rmDATA-Software die Planungsgrundlagen für die Regionalentwicklung der Metropolregion Ruhrgebiet.
Das Ruhrgebiet war mehr als 300 Jahre lang vom Steinkohleabbau und von der Schwerindustrie geprägt. Durch den Strukturwandel hat es sich in den letzten Jahrzehnten jedoch zu einem Forschungsstandort und einer Tourismusregion entwickelt. Mit dem Ende des Bergbaus stellte sich die Frage der Nachnutzung von Industriebrachen, Abbaugebieten und Abraumhalden.
Lebenswerte Metropolregion
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Verband öffentlichen Rechts hat den gesetzlichen Auftrag, die nachhaltige Gestaltung des Ruhrgebietes für eine lebenswerte Metropolregion voranzutreiben. Mit rund 5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 4.500 km² ist es der zweitgrößte Ballungsraum Deutschlands und der fünftgrößte in Europa.
Die 480 Mitarbeitenden des RVR managen große Infrastruktur- und Landschaftsprojekte, sie planen und erweitern das regionale Radwegenetz und pflegen die Wald- und Grünflächen im Eigentum des Verbandes. Durch den Kauf von Flächen zur Naherholung wurde der RVR in den letzten 100 Jahren zu einem der größten kommunalen Waldbesitzer in Deutschland. Etwa 18.000 ha Grundbesitz, bestehend aus Wald, Wasserflächen, Freiflächen und ehemaligen Bahntrassen, nennt der RVR sein Eigen. Ein beachtliches, überregionales Radwegenetz von insgesamt 1.200 km spannt sich über die gesamte Region – häufig auf alten Bahntrassen.
Planungsgrundlagen
Carsten Lutter leitet das Team Liegenschafts- und Ingenieurvermessung und liefert mit Software von rmDATA die Planungsgrundlagen und Bestandsdaten für viele Infrastruktur- und Tourismusprojekte. Dabei nehmen die Vermessungstrupps die Bahntrassen, Abraumhalden und sämtliche Ingenieurbauwerke terrestrisch auf. Die Messdaten wertet Sachbearbeiter Dirk Bauernfeind in rmDATA GeoMapper aus, wobei er bereits auf die Fachschale geodätische Berechnung direkt im CAD zurückgreift. Er erstellt Bestandspläne, Lagepläne und Grundrisse und liefert diese an die Kollegen der Planungsreferate. „Wir schätzen an GeoMapper die Vorteile von CAD beim Konstruieren und jene eines GIS beim objektorientierten Arbeiten, speziell beim Vergeben von Attributen”, meint Dirk Bauernfeind. Er betont, dass GeoMapper im Vergleich zur früheren CAD-Software wesentlich einfacher und intuitiver zu bedienen ist, weshalb auch die Kollegen den Wechsel akzeptiert hätten.
„Wir fühlen uns bei rmDATA gut aufgehoben und sind sehr zufrieden mit der Software und der Betreuung. Gerne nehmen wir individuelle Schulungen in Anspruch, um unsere Arbeitsprozesse weiter zu optimieren.“
Carsten Lutter, Leiter der Liegenschafts- und Ingenieurvermessung, Regionalverband Ruhr
Die Realität ins Büro holen
Die Techniker des RVR nutzen auch rmDATA 3DWorx regelmäßig. „Mit den Daten aus den 3D-Laserscans können wir erstmals im Handumdrehen Grundrisse ableiten, Profile erstellen und Punktwolken in verschiedenen Formaten an Planer und Architekten weitergeben”, lobt Carsten Lutter den Mehrwert der Punktwolkenbearbeitung. Sehr gut komme bei den Projektbeteiligten an, dass Punktwolken über rmDATA 3DWorx WebShare weitergegeben und einfach visualisiert werden können. „Damit holen wir in Besprechungen die Realität ins Büro und können das eine oder andere Maß rasch aus der Punktwolke entnehmen.”
Der Verband verfügt über 30 Halden als natürliche Zeugen des ehemaligen Kohleabbaus, weitere 20 folgen demnächst. Sie alle wurden oder werden entweder zur Freizeitnutzung, zu Landschaftsbauwerken sowie zu Naherholungszielen umgestaltet. Einge dienen der alternativen Energiegewinnung und sind mit Wind- oder Solarparks ausgestattet.
Bei den Halden sind regelmäßige Setzungsmessungen vorgesehen. Aus 3D-Laserscans gewinnt der RVR die Grundlagendaten, die das Team um Carsten Lutter mittels rmDATA 3DWorx ausdünnt, auswertet und digitale Geländemodelle daraus ableitet. Über Differenzmodelle schließen die Bearbeiter auf mögliche Setzungen der Halden: „Dieser neue Workflow in rmDATA 3DWorx ist sehr effizient und funktioniert wirklich sehr gut”, betont der Teamleiter.
Haben auch Sie Interesse an den Geomatik-Lösungen für Deutschland? Frank Hoch und sein Team beraten Sie gerne.

