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Digitales Gebäudemodell: Von der Punktwolke zur Web-Visualisierung

Vier Jugendliche arbeiten gemeinsam an einem Computer an einem Tisch in einer Bibliothek; der Bildschirm zeigt eine Architektur- bzw. Karten-Darstellung. Im Hintergrund stehen Bücherregale und Fenster.
Großes braunes Büro-/Campusgebäude mit blauem Dach und vielen Fenstern; zentrale Eingangstreppe vor Glasfront; liegt auf einem farbigen Stadt- oder Campusplan.
Isometrische 3D-Ansicht eines mehrstöckigen Gebäudekomplexes mit schmalen Fluren und einem mittleren blauen Wasserkanal. Im Vordergrund eine blaue Tafel mit der Aufschrift '204 Zeichensaal'. Oben rechts ein Menü-Symbol.

rmDATA Reality3D war am Geodätischen Institut Karlsruhe für Projektarbeit erfolgreich für die Gebäude-Modellierung im Einsatz.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projekt Geoinformatik 2025/26" am Geodätischen Institut (GIK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) – dem ältesten Geodätischen Institut Deutschlands – haben Studierende ein vollständiges digitales 3D-Modell des Institutsgebäudes 20.40 erstellt und web-basiert visualisiert. Für die BIM-Modellierung kam die Software rmDATA Reality3D zum Einsatz.

Laserscanning mit SLAM-Technologie

Die Datenerfassung erfolgte mit dem mobilen Z+F FlexScan 22 Laserscanner im SLAM-Modus. Pro Stockwerk wurde ein Rundgang mit Schleifenschluss durchgeführt, sodass das gesamte Gebäude – Keller, alle Geschosse, Dach sowie wichtige Räume und Hörsäle – lückenlos erfasst wurde. Das Ergebnis: fünf separate Punktwolken für verschiedene Gebäudeteile, die anschließend in CloudCompare weiterverarbeitet wurden.

BIM-Modellierung mit rmDATA Reality3D

Herzstück des Projekts war die BIM-Modellierung mit rmDATA Reality3D (vormals 3Dworx). Die Software überzeugte die Studierenden durch ihre intuitive Bedienung und eine flache Lernkurve. Die semantische Anreicherung des Modells erfolgte in Blender mithilfe des Plugins Bonsai BIM.

„Diese Projektarbeit trug bei den Studierenden wesentlich dazu bei, den Workflow von der Punktwolke bis zum fertigen 3D-Modell zu verstehen. Die Funktion der automatischen Bauteilerkennung klappte, bis auf Ausnahmen im Kellergewölbe- und Dachflächenbereich sehr gut, die Bedienung der Software Reality3D war sehr intuitiv und die anschließende Modellierung sehr einfach", resümiert Dr.-Ing. Paul Vincent Kuper, Leiter der Lehrveranstaltung am GIK. Er bedankte sich zugleich bei Valentin Fahrer von rmDATA Deutschland für sein Engagement und die gelungene Einführung in die Software.

Fahrer selbst betont den Wert solcher Kooperationen: „Durch die Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen ergeben sich immer sehr spannende Projekte, und wir sind stolz, dass unsere Software dort Einsatz findet."

Interaktive Web-Visualisierung auf der GIK-Website

Das fertige Modell wurde mit der Open-Source-Bibliothek ThatOpen web-basiert visualisiert und mit einer OpenStreetMap-Hintergrundkarte ergänzt. Nutzer können einzelne Räume auswählen und hervorheben sowie zwischen Frontalansicht, Vogelperspektive und manueller Rotation wechseln. Das Ergebnis ist unter „Kontakt und Anfahrt" auf der GIK-Website abrufbar und ermöglicht das gezielte Auffinden von Räumen und Hörsälen im Gebäude 20.40. Darüber hinaus kann das Modell als Grundlage für künftige GIS-Anwendungen dienen.


Bilder links: Vertriebsingenieur Valentin Fahrer schult interessierte Studierende in die Software rmDATA Realtiy3D ein. Das Ergebnis aus der Punktwolke ist ein 3D-Gebäudemodell, das interaktiv im Web des Instituts abrufbar ist.


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