Auch wir verwenden Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf unserer Website zu bieten, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren.


Digitale Bestandsaufnahme für Präzision im Stahlbau

Ein Pilotprojekt zeigt, wie die Unger Steel Group mit rmDATA Reality3D Planungssicherheit bei hochkomplexen Generalunternehmerprojekten erzielt und zusätzlich Zeit spart.

Die Unger Steel Group zählt zu den führenden Unternehmen in der ausführenden Bauindustrie mit 1600 MitarbeiterInnen in über 20 Ländern. Als Generalunternehmer deckt das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Standortanalyse über das Baumanagement bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe. Das Headquarter befindet sich in Oberwart (AT), mit weiteren Produktionsstätten in Brehna (DE) und einer in der Nähe von Dubai (UAE). 

Im Tagesgeschäft baut und errichtet Stahlbau Unger für namhafte private und öffentliche Auftraggeber – von Heizwerken über Automobilindustrie bis hin zu Großprojekten wie dem Wiener Hauptbahnhof. Ein wachsendes Geschäftsfeld ist das Bauen im Bestand.

Bauingenieur Tibor Szanyi ist seit 10 Jahren als Senior Planer im Generalunternehmen tätig. Er betreut das Pilotprojekt, das den technologischen Wendepunkt markiert: den Einsatz von 3D Laserscanning zur digitalen Bestandsaufnahme. 

Millimeterarbeit: "Halle in der Halle" 

Im aktuellen Großprojekt soll in einem Verzinkungswerk in Deutschland eine neue Produktionslinie in eine bestehende, 310 Meter lange und 75 Meter breite Stahlhalle aus den 1970er-Jahren eingebaut werden. Das Ziel ist hochkomplex: Eine neue, unabhängige Stahlkonstruktion in die vorhandene Hallenstruktur als "Haus im Haus" einzupassen. Als Basis in der Konzept- und Einreichphase fungierte zuerst ein analoger Bestandsplan aus jener Zeit, aus dem ein erstes Gebäudemodell mit bestehenden Software-Lösungen aufgerissen wurde. 

Laserscanning als Technologiesprung 

In der weiteren Projektphase setzte der Projektleiter auf 3D Laserscanning-Technologie für exakte Planungsgrundlagen. Unger Steel beauftragte einen lokalen Vermesser, um das Objekt zu scannen. Dieser lieferte die ausgedünnte und registrierte Punktwolke aus rund 150 Scanpunkten.   

rmDATA unterstützte Unger Steel bereits in der Angebotsphase mit kompetenter Beratung. Der Kundenbetreuer definierte zusammen mit dem Senior Planer, worauf der Vermesser achten müsse, um eine optimale Datenqualität für die Weiterverarbeitung sicherzustellen. “Die kompetente Beratung ersparte uns wertvolle Zeit und viele Arbeitsschritte und sichert schließlich den Projekterfolg”, ist Tibor Szanyi überzeugt.   

Digitalisierung durch rmDATA Reality3D 

Im Stahlbau sind hohe Genauigkeiten im Millimeterbereich gefordert, weshalb exakte Maße aus der Punktwolke eine wichtige Rolle spielen, was wiederum in einem großen Datenvolumen mündet. Im konkreten Projekt mussten ca. 400 GB an Scandaten performant verarbeitet werden. 

Um diese Anforderungen zu meistern, setzte Tibor Szanyi als Senior Planer auf die Software-Lösung rmDATA Reality3D. Damit erstellte er Arbeitsbereiche, um erstmal die Datenmenge zu reduzieren und Tibor Szanyi ergänzt an dieser Stelle: “Die Performance in Reality3D ist generell sehr gut.” 

Das passende rmDATA Revit-Plugin erleichterte das anschließende Bearbeiten der Punktwolke in der Software Revit maßgeblich. Über das IFC-Format erfolgt der Datenaustausch mit den hausinternen Statikern für Stahl- und Betonbau. rmDATA Reality3D bietet auch ein schnelles Generieren von 2D-Schnitten und Exportieren von DWG-Dateien für andere Gewerke. 

Herausforderungen in der Planung 

Sogenannte Störkonturen, das sind Kranbahnträger, bestehende Anlagen und zusätzliche Stahlbalken, die in den alten Plänen nicht verzeichnet waren, stellen potenzielle Kollisionsgefahren bei der Integration der neuen Stahlkonstruktion dar. 

Manche dieser Störkonturen wurden erst in der hochpräzisen Punktwolke sichtbar. Der Planer detektiert diese Elemente direkt in der Punktwolke und erläutert seinen Workflow: “Für das schnelle Ermitteln von Höhen oder das Abgreifen von Maßen ist die Software Reality3D parallel zu Revit bei uns im Dauereinsatz". Generell ist er von der Software für Punktwolkenauswertung begeistert: “rmDATA Reality3D ist sehr benutzerfreundlich und rasch zu erlernen – schon nach einem Projekt ist man mit den Werkzeugen vertraut!” 

Sicherheit, Zeitgewinn und Qualität 

Der Einsatz von rmDATA Reality3D hat die Erwartungen im Pilotprojekt übertroffen. Die Vorteile sind sowohl wirtschaftlich als auch qualitativ messbar: 

Enorme Zeitersparnis: Allein die Bestandsaufnahme vor Ort verkürzte sich um viele Tage. Zudem war der Informationsgewinn durch die 3D-Laserscanaufnahme wesentlich mehr als im Vergleich zu einer terrestrischen Aufnahme. “Mit der Punktwolke sind alle Daten stets verfügbar, ein weiterer Außendienst fällt weg”, betont Szanyi. 

Fehlerprävention: Durch den Abgleich der Planung mit der Punktwolke konnten Kollisionen identifiziert werden, bevor sie auf der Baustelle zu teuren Verzögerungen führten. Interessantes Detail am Rande: Der analoge Bestandsplan aus den 1970ern war erstaunlich exakt, wie der Vergleich mit dem abgeleiteten Modell aus der Punktwolke ergab. 

Hohe Benutzerfreundlichkeit: Nach nur einem Tag Einschulung war die Software rmDATA Reality3D produktiv einsetzbar. Tibor Szanyi resümiert: "Nach dem ersten Projekt ist man bereits Experte." 

Ein Blick in die Zukunft 

Seit März 2026 ist die Funktion zur automatischen Erkennung von Stahlträgern direkt in der Punktwolke auch für Revit verfügbar. Das beschleunigt das Nachmodellieren von Stahlkonstruktionen erheblich. rmDATA Reality3D unterstützt mit Konstruktionshilfen und Snapping-Funktionen das Nachbearbeiten von Trägerelementen.

Die Reise hat gerade erst begonnen: Künftig plant die Unger Steel Group, die neue 3D-Laserscan-Technologie und die Ableitung von Geometrien aus 3D-Punktwolken auch für As-built-Dokumentationen und die Qualitätssicherung einzusetzen. 


Bilder links: Die Halle wurde für den Einbau einer neuen Verzinkungslinie mit dem 3D-Laserscanner aufgenommen, die Punktwolke in rmDATA Reality3D ausgewertet und die Datenbasis über Schnittstellen an die Konstruktionssoftware übergeben.

"rmDATA Reality3D ist sehr benutzerfreundlich und rasch zu erlernen – schon nach einem Projekt ist man mit den Werkzeugen vertraut!"

Tibor Szanyi, Senior Planer Unger, Steel Group, Oberwart

"Die Laserscan-Technologie und rmDATA Reality3D haben den Fortschritt in der Bestandsaufnahme gebracht. Wir verlassen uns nicht mehr auf alte Pläne, sondern auf Fakten aus der Punktwolke."

Tibor Szanyi, Senior Planer Unger, Steel Group, Oberwart

"Für das schnelle Ermitteln von Höhen oder das Abgreifen von Maßen ist die Software Reality3D parallel zu Revit bei uns im Dauereinsatz."

Tibor Szanyi, Senior Planer Unger, Steel Group, Oberwart

Wollen auch Sie 3D-Punktwolken rasch auswerten und Bestandspläne erstellen?

Unsere Experten beraten Sie gerne unverbindlich. 

Über Stahlbau Unger

Die Unger Steel Group ist ein österreichisches Familienunternehmen der Bauindustrie mit Sitz und Hauptwerk in Oberwart, das in den Bereichen Stahlbau, Generalunternehmung und Projektentwicklung/Real Estate tätig ist. Mit rund 1.600 Mitarbeitenden, mehr als 20 Niederlassungen in Europa und im Mittleren Osten, ist das Unternehmen europaweit führend im Stahlbau. 
Die drei Produktionsstandorte in Oberwart (AT), Sharjah (VAE) und Brehna bei Leipzig (DE) liefern eine Gesamtkapazität von bis zu etwa 70.000–90.000 Tonnen Stahl pro Jahr. 

Neben dem konstruktiven und architektonischen Stahlbau, bietet Unger Steel schlüsselfertige Industrie- und Gewerbebauten als Generalunternehmer sowie die Entwicklung von Logistik-, Industrie- und Gewerbeparks.


rmDATA Kontakt

Gerne kümmern wir uns um Ihr Anliegen. Kontaktieren Sie uns auf diesem Weg einfach und direkt.

Nach oben